Kurz nach Ostern 2026… 🪺🐰🏃
Nach ein paar warmen Tagen sollte das Wetter in der kommenden Woche nass und kalt werden. Schadet das der Marathon-Motivation oder macht es nur die Kleiderwahl schwerer?
Am 12. April 2026 starteten Sven Bidmon und Ingo Iwasaki die Marathonsaison beim Hannover-Marathon für den Triathlonverein Dessau 92. Für Ingo war es auch die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften.
Die Ziele waren unterschiedlich: Sven wollte einen Test laufen, um sich auf die IRONMAN European Championship in Hamburg am 7. Juni 2026 vorzubereiten. Ingo versuchte zum fünften Mal in drei Jahren, unter 3:00 Stunden zu bleiben.
Wie lief es für die beiden?
SVEN:
„Die Osterfeiertage standen ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die Ironman European Championship – für mich ging es ins Trainingslager nach Girona, wo ich mir unter hoher Belastung die nötige Form erarbeitet habe.
Ohne große Pause direkt weiter zum ADAC Marathon Hannover – klar mit dem Fokus, das Training unter Wettkampfbedingungen zu testen. Verpflegung, Race Pace, Rhythmus für die Ironman-Distanz – alles musste sitzen.
Die erste Rennhälfte lief genau nach Plan. Starker Rhythmus, saubere Pace, gute Durchgangszeit von auf der Halbmarathon-Distanz – genau das Gefühl, das ich mir erarbeiten wollte.
In der zweiten Hälfte haben sich die Beine gemeldet – leichte muskuläre Probleme in den Oberschenkeln. Kein Einbruch, kein Drama – einfach ein Signal, noch genauer hinzuschauen und weiter an den Details zu arbeiten.
Unterm Strich: zufrieden, fokussiert und hungrig auf mehr.
Jetzt geht’s in den letzten Trainingsblock. Die Richtung stimmt.
Am 7. Juni zählt’s: Race Day. Alles auf eine Karte – Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii.“
(Halbmarathon 1:27:34 Stunden – Marathon 3:03:42)



INGO:
„Ich habe im Dezember 2025 mit der Vorbereitung begonnen und viele Laufkilometer gesammelt. Schnee und Glätte im Winter zwangen mich, einige lange Läufe zu reduzieren. Ich lief nur zwei Long Runs über 32 km und sonst den langen Lauf am Sonntag „nur“ 25-28 km, aber doch 300 km im Monat. Mein Trainingsschwerpunkt lag darin, das Wettkampftempo möglichst oft und über immer längere Distanzen zu laufen. Da ich mehrmals knapp über 3 Stunden lag, testete ich zum ersten Mal Carbon-Schuhe. Einen 10-km-Testwettkampf lief ich schmerzfrei unter 39 Minuten. Durch die Dauerbelastung (bereits 1000 km in 2026) hatte ich jedoch Schmerzen an Achillessehne und Plantarfaszie und musste am Wettkampftag tapen.
Mein Hotel lag nur 10 Minuten zu Fuß vom Start entfernt, sodass ich ausgeschlafen und kalorienbeladen rechtzeitig vor Ort war. Eine 15-minütige Wartezeit vor dem WC war so nicht eingeplant… Obwohl ich vorher ausreichend mobilisiert hatte, fiel das Einlaufen weg, da ich erst 5 Minuten vor dem Start zum Startblock gehen konnte. Das hat meinen Puls unbeabsichtigt doch noch auf Betriebstemperatur gebracht.
Von Anfang an blieb ich unter meiner durchschnittlichen Pace und sammelte so ein kleines Polster für die letzten Kilometer, falls der “Mann mit dem Hammer” kommen sollte. Die Verpflegungspausen waren kurz und kurze Gespräche mit anderen Läufern motivierend. Ab Kilometer 35 wurde es unübersichtlich, als die Halbmarathonläufer auf die Strecke kamen. Ich war etwas verwirrt, weil ich nicht mehr einschätzen konnte, mit welcher Gruppe ich weiterlaufen konnte, und reduzierte mein Tempo etwas. Ab diesem Zeitpunkt schaute ich schon nicht mehr auf die Uhr, sondern konzentriere mich darauf, gut durchzukommen. Umso erfreuter war ich, als ich die Ziellinie sah und wusste, dass es eine 2:59er Zeit werden würde. Mit 2:59:05 Stunden netto landete ich punktgenau und belegte den 5. Platz in der M55 bei den Deutschen Meisterschaften!
Was steht jetzt an? Dienstags Lauftraining im Stadion und etwas Temposchwellentraining für kürzere Distanzen.“




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